System der Lebewesen (Stefan Hintsche, 2026)

Letztes Update 18.03.2026

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Abrocomidae

 

 

Abrocomidae

Abrocoma

 

            Familia Abrocomidae Miller & Gidley, 1918 (Familie Chinchillaratten/Chinchilla Rats/Abrocómidos/

Abrocomidés/Abrocomidi/华毛鼠/Шиншилловые крысы):

·         10 Arten.

·         Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Nominotypische Gattung Abrocoma Waterhouse, 1837; nominotypische Art Abrocoma bennettii Waterhouse, 1837. Als Familie eingeführt und in der Regel auch so anerkannt. Landry (1957) stufte die Chinchillaratten als Unterfamilie Abrocominae in der Familie Octodontidae ein, was aktuell aber keine Verwendung findet. Derzeit werden oft zwei Gattungen gelistet, zum einen Abrocoma mit 4-6 Arten und zum anderen Cuscomys mit zwei Arten (Woods & Kilpatrick, 2005). Da nach genetischen Analysien Cuscomys Emmons, 1999 innerhalb von Abrocoma nistet (Álvarez, Arévalo & Verzi, 2017; González-Pinilla, Latorre & Palma, 2024), sind hier vorläufig alle rezenten Arten der Gattung Abrocoma zugeordnet. Neben den gerade genannten Gattungen werden noch drei fossile Gattungen der Familie zugeordnet. Die erste Gattung Protabrocoma Kraglievich, 1927 (Etymologie: Der Gattungsname leitet sich von dem griechischen Wort πρῶτος für „frühster“ und dem Gattungsnamen Abrocoma ab, was darauf hindeuten soll, dass es sich um Vorläufer der heutigen Chinchillaratten handelt) enthält neben der nominotypischen Art Protabrocoma paranensis Kraglievich, 1927 (Holotypus/Terra typica: MACN? (Argentinisches Museum der Naturwissenschaften Buenos Aires), gesammelt bei Paraná, Entre-Ríos-Provinz, Argentinien. Taxonomie/ Etymologie: Als Art der Gattung Protabrocoma beschrieben und aktuell auch anerkannt. Das Artepitheton bezieht sich auf die Region Paraná, in der das Typusmaterial gefunden wurde) auch noch die Art Protabrocoma antiqua (Rovereto, 1914) (Holotypus/Terra typica: MACN? (Argentinisches Museum der Naturwissenschaften Buenos Aires), gesammelt im Valle de Santa María, Catamarca-Provinz, Argentinien. Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Ursprünglich als Abrocoma antiqua beschrieben, aber später in die Gattung Protabrocoma überführt (Arnal & Pérez, 2025). Das aus dem Latein stammende Artepitheton antiqua bedeutet „alt“ und bezieht sich darauf, dass die Art vor langer Zeit gelebt hat). Die zweite Gattung Protacaremys Ameghino, 1902 (Etymologie: Der Gattungsname leitet sich aus den griechischem Wort πρῶτος für „frühster“ und dem Gattungsnamen Acaremys (aus den griechischen Wörtern ἀκαρής für „kurz“ und μῦς für Maus) ab, was auf Ähnlichkeiten zu dieser Gattung hinweisen soll. Synonyme: Protacaremys Ameghino, 1901 (Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Generotypus Acaremys (Protacaremys) prius Ameghino, 1901. Lediglich Erwähnung des Gattungsamen ohne Beschreibung); Eoctodon Ameghino, 1902 (Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Generotypus Eoctodon securiclatus Ameghino, 1902 (= Protacaremys prior). Der Gattungsname leitet sich von den griechischen Wörter ἠώς für „früh“, ὀκτώ für „acht“ und ὀδούς für „Zahn“ ab und deutet einerseits darauf hin, dass es sich um eine frühe Nagetierform handelt und andererseits auf deren achtförmigen Backenzähne); Palaeocardia Ameghino, 1902 (Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Generotypus Palaeocardia mater Ameghino, 1902. Der Name ist bereits besetzt durch Palaeocardia Hall, 1865. Der Gattungsname Palaeocardia leitet sich von den griechischen Wörtern παλαιός für „alt“ und καρδία für „Herz“ ab); Arachaeocardia Cossmann, 1902 (Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Ersatzname für Palaeocardia, aber synonymisiert mit Protacaremys. Der Gattungsname Arachaeocardia leitet sich von den griechischen Wörtern ἀρχαῖος für „alt“ und καρδία für „Herz“ ab); Protoacaremys Ameghino, 1904 (Schreibfehler)) enthält neben der nominotypische Art Protacaremys prior Ameghino, 1902 (Holotypus/Terra typica: MACN? (Argentinisches Museum der Naturwissenschaften Buenos Aires), gesammelt aus Colpodon-Schichten bei Gran Barranca südlich des Colhué-Huapi-Sees, Chubut-Provinz, Patagonien, Argentinien. Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Als Art der Gattung Protacaremys beschrieben und auch so anerkannt (Trouessart, 1904). Das aus dem Latein stammende Artepitheton prior bedeutet „vorher“ und bezieht sich darauf, dass die Art vor der heutigen Zeit lebte. Synonyme: Protacaremys prius Ameghino, 1901 (nur Name); Eoctodon securiclatus Ameghino, 1902 (Holotypus/Terra typica: MACN? (Argentinisches Museum der Naturwissenschaften Buenos Aires), gesammelt aus Colpodon-Schichten bei Gran Barranca südlich des Colhué-Huapi-Sees, Chubut-Provinz, Patagonien, Argentinien. Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Als Art der Gattung Eoctodon beschrieben, wurde die Form später mit Protacaremys prior synonymisiert (Arnal, 2012). Das aus dem Latein stammende Epitheton securiclatus kann als „beilförmig“ übersetzt werden und bezieht sich wahrscheinlich auf die Zahnmorphologie); Palaeocardia mater Ameghino, 1902 (Holotypus/Terra typica: MACN? (Argentinisches Museum der Naturwissenschaften Buenos Aires), gesammelt aus Colpodon-Schichten bei Gran Barranca südlich des Colhué-Huapi-Sees, Chubut-Provinz, Patagonien, Argentinien. Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Als Art der Gattung Palaeocardia beschrieben, wurde die Form von Trouessart (1904) in die Gattung Archaeocardia überführt, später aber mit Protacaremys prior synonymisiert (Arnal, 2012). Das aus dem Latein stammende Epitheton mater bedeutet „Mutter“ und soll die Vorläuferrolle der Form betonen); Archaeocardia mustersiana Ameghino, 1904 (Holotypus/Terra typica: MACN? (Argentinisches Museum der Naturwissenschaften Buenos Aires), gesammelt aus Colpodon-Schichten bei Gran Barranca südlich des Colhué-Huapi-Sees, Chubut-Provinz, Patagonien, Argentinien. Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Als Art der Gattung Archaeocardia beschrieben, später aber mit Protacaremys prior synonymisiert (Arnal, 2012). Die Form ist nach dem britischen Entdecker George Chaworth Musters benannt); Acaremys preminutus Bordas, 1939 (Holotypus/Terra typica: MACN-Pv 11246 (Argentinisches Museum der Naturwissenschaften Buenos Aires, gesammelt in der Sarmiento-Formation, Südklippe des Flusses Chubut, Chubut-Provinz, Patagonien, Argentinien. Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Als Art der Gattung Acaremys beschrieben, wurde die Form später mit Protacaremys prior synonymisiert (Arnal, 2012). Das Epitheton leitet sich von der lateinischen Vorsilbe pr(a)e für „vor“ und minutus für „klein“ ab und soll darauf hinweisen, dass es sich um eine kleine Frühform handelt) noch die Arten Protacaremys adilos Vucetich, Dozo, Arnal & Pérez, 2015 (Holotypus/Terra typica: MPEF-PV 10678 (Paläontologisches Museum „Egidio Feruglio“ Trelew), gesammelt in der Sarmiento-Formation, Cabeza Blanca, Chubut-Provinz, Patagonien, Argentinien. Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Als separate Art der Gattung Protacaremys beschrieben und anerkannt. Das Artepitheton adilos leitet sich vom griechischen Wort ἄδηλος für „unsicher“ ab und bezieht sich auf die unsichere Gattungszuordnung), Protacaremys avunculus Ameghino, 1902 (Holotypus/Terra typica: MACN? (Argentinisches Museum der Naturwissenschaften Buenos Aires), gesammelt aus Colpodon-Schichten bei Gran Barranca südlich des Colhué-Huapi-Sees, Chubut-Provinz, Patagonien, Argentinien. Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Als separate Art der Gattung Protacaremys beschrieben und anerkannt. Das aus dem Latein stammende Artepitheton avunculus bedeutet „Onkel“ und soll andeuteten, dass es sich um einen älteren Verwandten der heutigen Chinchillaratten handelt), Portacaremys denisae Vucetich, Mazzoni & Pardiñas, 1993 (Holotypus/Terra typica: MLP 91-IV-1-16 (Museum von La Plata), gesammelt in der Collón-Cura-Formation, Cañadón del Tordillo, Neuquén, Argentinien. Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Als separate Art der Gattung Protacaremys beschrieben und anerkannt. Die Art ist nach Denise Alarcón Castro benannt, die beim Findes des Typusmaterials geholfen hat). Die dritte fossile Gattung Spaniomys Ameghino, 1887 (Etymologie: Der Gattungsname Spaniomys leitet sich von den griechischen Wörtern σπάνιος für „selten“ und μῦς für „Maus“ zusammen und bezieht sich auf die verhältnismäßig seltenen Funde dieser Tiergruppe. Synonyme: Graphimys Ameghino, 1891 (Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Generotypus Graphimys provectus Ameghino, 1891. Trouessart (1897, 1904) übernahm Graphimys als gültige Gattung, doch später wurde sie mit Spaniomys synonymisiert. Der Name Graphimys leitet sich von den griechischen Wörtern γραφίς für „Meißel“ und μῦς für „Maus“ ab und bezieht sich wahrscheinlich auf die Zahnform dieser Nagetiere bezieht); Gyrignophus Ameghino, 1891 (Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Generotypus Gyrignophus complicatus Ameghino, 1891. Trouessart (1897, 1904) übernahm Gyrignophus als gültige Gattung, doch später wurde sie mit Spaniomys synonymisiert. Der Name Gyrignophus leitet sich von den griechischen Wörtern γῦρος für „gebogen“ und γνόφος für „Dunkelheit“ ab, was sich vermutlich einerseits auf die Zahnform und andererseits auf die schwierige systematische Einordnung bezieht)) enthält neben der nominotypischen Art Spaniomys riparius Ameghino, 1887 (Holotypus/Terra typica: MLP? (Museum von La Plata), gesammelt in den Santa-Cruz-Formation, Schluchtes des Flusses Santa Cruz, Patagonien, Argentinien. Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Als separate Art der Gattung Spaniomys beschrieben und anerkannt. Das aus dem Latein stammende Artepitheton riparius bedeutet „am Ufer lebend“ und bezieht sich auf den Fundort am Río Santa Cruz) noch die Arten Spaniomys biplicatus Ameghino, 1894 (Holotypus/Terra typica: MCN? (Argentinisches Museum der Naturwissenschaften Buenos Aires), gesammelt in der Santa-Cruz-Formation, Santa Cruz, Argentinien. Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Als separate Art der Gattung Spaniomys beschrieben und anerkannt. Das aus dem Latein stammende Artepitheton biplicatus bedeutet „zweifach gefaltet“ und bezieht sich auf die Zahnschmelfaltern der Tiere), Spaniomys complicatus (Ameghino, 1891) (Holotypus/Terra typica: MACN? (Argentinisches Museum der Naturwissenschaften Buenos Aires), gesammelt in der Santa-Cruz-Formation, Santra-Cruz, Patagonien, Argentinien. Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Ursprünglich als Gyrignophus complicatus beschrieben, wurde die Art später in die Gattung Spaniomys überführt. Das aus dem Latein stammende Artepitheton complicatus bedeutet „zusammengefaltet“ und bezieht sich auf die Zahnschmelzfalten der Tiere) und Sapniomys modestus Ameghino, 1887 (Holotypus/Terra typica: MLP? (Museum von La Plata), gesammelt in den Santa-Cruz-Formation, Schluchtes des Flusses Santa Cruz, Patagonien, Argentinien. Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Als separate Art der Gattung Spaniomys beschrieben und anerkannt. Das aus dem Latein stammende Artepitheton modestus bedeutet „bescheiden“ und bezieht sich auf die wenig auffälligen Merkmal im Verhältnis zu anderen Arten. Synonyme: Graphimys provectus Ameghino, 1891 (Holotypus/Terra typica: MACN? (Museum der Naturwissenschaften Buenos Aires), gesammelt in der Santa-Cruz-Formation, Santa Cruz, Patagonien, Argentinien. Etymologie: Das aus dem Latein stammende Epitheton provectus bedeutet „fortgeschritten“ und bezieht sich auf die moderneren morphologischen Merkmal gegenüber anderen fossilen Arten)). Der Familienname Abrocomidae leitet sich von den griechischen Wörtern ἁβρός für „weich“ und κόμη für „Haar“ ab und bezieht sich auf das dichte und weiche Fell der Tiere.

·         Identifizierung/Beschreibung: Bei Chinchillaratten handelt es sich um rattengroße, kurzbeinige Nager mit einem großen Kopf, einer zugespitzten Schnauze und großen, gerundeten Ohren. Im Ober- und Unterkiefer sitzen jeweils vier hochkronige (hypsodont) Backenzähne. Die oberen Backenzähne (Molare) besitzen zungenseitig (lingual) und lippenseitig (labial) eine tief einschneidende Falte. Der dritte obere Molar hat außerdem eine zusätzliche kleine labiale Falte, wodurch der Zahn einen fersenartigen, nach hinten gerichteten Anhang erhält. Die Molaren des Unterkiefers besitzen zwei zungenseitige (linguale) und eine lippenseitige (labiale) Einfaltung. Die Öffnungen der Zwischenkieferkanäle (Foramina incisive) sind lang und schmal. Der Tränenkanal (Canalis lacrimalis) ist teilweise offen. Der Drosselfortsatz (Processus jugularis) ist kurz und gebogen, die stark geblähte Paukenhöhle (Bulla tympanica) berührend. Am Unterkiefer ist der weit nach hinten verlängerte, sehr dünne Winkelfortsatz (Processus angularis) auffallend.

·         Bestand: 1 Art Vom Aussterben bedroht; 3 Arten Nicht gefährdet; 6 Arten Daten defizitär; präkolumbisch ausgestorbene Arten sind nicht berücksichtigt.

·         Verbreitung: Südamerika.

·         Literatur: Álvarez, Arévalo & Verzi (2017); Ameghino (1887, 1891, 1901, 1902, 1904); Arnal (2012); Arnal & Pérez (2025); Bordas (1939); Cossmann (1902); Emmons (1999); González-Pinilla, Latorre & Palma (2024); Hall (1865); Kraglievich (1927); Landry (1957); Mickoleit (2004); Miller & Gidley (1918); Patton & Emmons (2015); Rovereto (1914); Trouessart (1897, 1904); Vucetich et al. (2015); Vucetich, Mazzoni & Pardiñas (1993); Waterhouse (1837); Woods & Kilpatrick (2005).

 

            Genus Abrocoma Waterhouse, 1837 (Gattung Südamerikanische Chinchillaratten/South American Chinchilla Rats/Ratas Chinchillas/

Abrocomes/Ratti Cincillà/华毛鼠属/Аброкомы):

·         10 Arten.

·         Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Generotypus Abrocoma bennettii Waterhouse, 1837. Der Stammbaum orientiert sich an den Analysen von Braun & Mares (2002), Álvarez, Arévalo & Verzi (2017) und González-Pinilla, Latorre & Palma (2024), Der Gattungsname Abrocoma leitet sich von den griechischen Wörtern ἁβρός für „weich“ und κόμη für „Haar“ ab und bezieht sich auf das dichte und weiche Fell der Tiere.

·         Synonyme: Arbocoma Gay, 1847 (Schreibfehler); Habrocoma Wagner, 1841 (Schreibfehler); Habrocoma Wagner, 1842 (Unkorrekte Verwendung); Cuscomys Emmons, 1999 (Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Generotypus Cuscomys ashaninka Emmons, 1999. Das Taxon wird derzeit von vielen Autoren als gültige Gattung für die Inkaratten verwendet, nistet nach genetischen Analysen (Álvarez, Arévalo & Verzi, 2017; González-Pinilla, Latorre & Palma, 2024) aber innerhalb von Abrocoma, weshalb Cuscomys vorläufig als Synonym gelistet wird. Möglicherwiese erfolgt künftig eine Einstufung als Untergattung oder eine Beibehaltung als Gattung, falls Abrocoma in mehrere Gattungen aufgeteilt werden sollte. Der Name Cuscomys leitet sich von der Cusco-Region ab, das Gebiet der ehemaligen Inka-Hauptstadt, und dem griechischen Wort für „Maus“ ab, nimmt also Bezug auf das Verbreitungsgebiet der diesem Taxon zugeordneten Nagetiere).

·         Literatur: Álvarez, Arévalo & Verzi (2017); Braun & Mares (2002); Gay (1847); González-Pinilla, Latorre & Palma (2024); Patton & Emmons (2015); Wagner (1841, 1842); Waterhouse (1837).

 

 

 

Abrocomidae > Abrocoma

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abrocoma boliviensis

 

 

 

 

 

 

Abrocoma

 

 

 

 

 

 

 

Abrocoma bennettii

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abrocoma ashaninka

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abrocoma oblativa

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abrocoma budini

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abrocoma cinerea

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abrocoma famatina

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abrocoma vaccarum

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abrocoma schistacea

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abrocoma uspallata

 

 

 

 

 

 

 

 

 

            Genus Abrocoma Waterhouse, 1837 (Gattung Südamerikanische Chinchillaratten/South American Chinchilla Rats/Ratas Chinchillas/

Abrocomes/Ratti Cincillà/华毛鼠/Аброкомы):

·         10 Arten.

·         Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Generotypus Abrocoma bennettii Waterhouse, 1837. Der Stammbaum orientiert sich an den Analysen von Braun & Mares (2002), Álvarez, Arévalo & Verzi (2017) und González-Pinilla, Latorre & Palma (2024), Der Gattungsname Abrocoma leitet sich von den griechischen Wörtern ἁβρός für „weich“ und κόμη für „Haar“ ab und bezieht sich auf das dichte und weiche Fell der Tiere.

·         Synonyme: Arbocoma Gay, 1847 (Schreibfehler); Habrocoma Wagner, 1841 (Schreibfehler); Habrocoma Wagner, 1842 (Unkorrekte Verwendung); Cuscomys Emmons, 1999 (Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Generotypus Cuscomys ashaninka Emmons, 1999. Das Taxon wird derzeit von vielen Autoren als gültige Gattung für die Inkaratten verwendet, nistet nach genetischen Analysen (Álvarez, Arévalo & Verzi, 2017; González-Pinilla, Latorre & Palma, 2024) aber innerhalb von Abrocoma, weshalb Cuscomys vorläufig als Synonym gelistet wird. Möglicherwiese erfolgt künftig eine Einstufung als Untergattung oder eine Beibehaltung als Gattung, falls Abrocoma in mehrere Gattungen aufgeteilt werden sollte. Der Name Cuscomys leitet sich von der Cusco-Region ab, das Gebiet der ehemaligen Inka-Hauptstadt, und dem griechischen Wort für „Maus“ ab, nimmt also Bezug auf das Verbreitungsgebiet der diesem Taxon zugeordneten Nagetiere).

·         Literatur: Álvarez, Arévalo & Verzi (2017); Braun & Mares (2002); Gay (1847); González-Pinilla, Latorre & Palma (2024); Patton & Emmons (2015); Wagner (1841, 1842); Waterhouse (1837).

 

            Abrocoma boliviensis Glanz & Anderson, 1990 (Bolivianische Chinchillaratte/Bolivian Chinchilla Rat/Rata Chinchilla de Bolivia/

Abrocome de Bolivie/Ratto Cincillà Boliviano/玻利维亚毛丝鼠海鼠/Боливийская шиншилловая крыса):

·         Holotypus/Terra typica: BMNH 1934.9.2.171 (Britisches Museum für Naturgeschichte London), Weibchen, gesammelt am 14. Oktober 1926 von F. B. Steinbach bei Comarapa (ca. 2.500 m Höhe), Provins von Manuel M. Caballero, Santa-Cruz-Department, Bolivien.

·         Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Als separate Art der Gattung Abrocoma beschrieben und in der Regel als solche anerkannt. Verzi & Quintana (2005) fanden morphologische Ähnlichkeiten zu ashaninka und oblativus. Nach genetischen Untersuchungen nimmt boliviensis eine basale Stellung innerhalb der Gattung Abrocoma ein und steht allen anderen Arten gegenüber (Álvarez, Arévalo & Verzi, 2017). Die Art gilt als monotypisch. Das Artepitheton leitet sich von derm Staat Bolivien ab, in dem sich das Verbreitungsgebiet der Art befindet.

·         Identifizierung/Beschreibung: Kopf-Rumpf-Länge 170-178 mm; Schwanzlänge 132-150 mm; Hingerfußlänge ca. 30 mm; Ohrlänge 20-25 mm. Zahnformel 20 = I 1/1 C 0/0 P 1/1 M 3/3. A. boliviensis ist eine mittelgroße Art. Der Schwanz ist verhältnismäßig lang und erreicht etwa 81 % der Kopf-Rumpf-Länge. Der Rücken der Tiere ist dunkelbraun, der Bauch weißlich. Die Mastoid-Inseln (kleine, abgegrenzt erscheinende knöcherne Bereiche auf der Oberfläche des Schläfenbein-Warzenfortsatzes) sind auffällig klein, d.h. < 16 % der Breite des Warzenfortsatzes (Processus mastoideus).

·         Biologie/Ökologie: Die Bolivianische Chinchillaratte bewohnt felsige Bereiche innerhalb von Nebelwäldern. Die bisherigen Nachweise liegen in Höhen von etwa 2.270-2.500 m. Die ernährt sich von Pflanzen, ist vermutlich tagaktiv und lebt in Höhlen.

·         Bestand: Vom Aussterben bedroht; Population abnehmend.

·         Verbreitung: Südamerika (Bolivien).

·         Literatur: Álvarez, Arévalo & Verzi (2017); Bernal (2016); Emmons (2016, 2020, 2023); Glanz & Anderson (1990); Patton & Emmons (2015); Verzi & Quintana (2005).

 

            Abrocoma bennettii Waterhouse, 1837 (Chilenische Chinchillaratte/Bennett’s Chinchilla Rat/Rata Chinchilla de Bennett/

Abrocome de Bennett/Ratto Cincillà di Bennett/贝氏华毛鼠/Шиншилловая крыса Беннетта):

·         Alternative Bezeichnung: Bennett-Chinchillaratte.

·         Holotypus/Terra typica: BMNH? (Britisches Museum für Naturgeschichte London), gesammelt an den Hängen der Kordilleren, nahe Aconcagua, Aconcagua-Provinz, Valparaíso, Chile.

·         Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Damals als neue Art einer neuen Gattung Abrocoma beschrieben. Nach genetischen Analysen trennte sich bennettii vor rund 5,62 Millionen Jahren von der Entwicklungslinie ab, die sich später in die Inkaratten sowie die Arten der cinerea-Gruppen aufspalteten (González-Pinilla, Latorre & Palma, 2024). Die Art enthält nach aktuellem Stand zwei Unterarten und ist nach dem britischen Zoologen Edward Turner Bennett benannt, der auch Sekretär der Zoologischen Gesellschaft von London gewesen war.

·         Unterarten:

1. Abrocoma bennettii bennettii Waterhouse, 1837 (Südliche Chile-Chinchillaratte/Southern Bennett’s Chinchilla Rat).

2. Abrocoma bennettii murrayi Wolffsohn, 1916 (Nördliche Chile-Chinchillaratte/Nördliche Bennett’s Chinchilla Rat). Holotypus/Terra typica: Lebendiges adultes Männchen, geammelt von John Murray bei Vallenar (ca. 600 m Höhe), Atacama, Chile. Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Als separate Art Abrocoma murrayi beschrieben, wurde die Form später als Unterart von bennettii eingeordnet (Osgood, 1943; Woods & Kilpatrick, 2005). Die Form ist nach derm Naturforscher John Murray benannt, der auch das Typusexemplar fing.

·         Identifizierung/Beschreibung: Kopf-Rumpf-Länge 170-233 mm; Schwanzlänge 130-178 mm; Hinterfußlänge 31-40 mm; Ohrlänge 28-35 mm; Gewicht 150-307 g. Zahnformel 20 = I 1/1 C 0/0 P 1/1 M 3/3. Karyotyp 2n = 64 Chromosomen. A. bennettii ist eine große Art. Der Schwanz ist verhältnismäßig lang und erreicht etwa 71 % der Kopf-Rumpf-Länge. Auch die Hinterfüße sind relativ lang. Das Fell ist sowohl oberseits als auch unterseits bräunlich. Der Bereich zwischen den Augenhöhlen (Interorbitalregion) ist breit (> 8 mm). Die Paukenblasen (Bullae tympanicae) sind klein und entsprechen weniger als 23 % der Schädelbasislänge.

·         Biologie/Ökologie: Die Bennett-Chinchillaratte bewohnt mediterrane Buschlandhabitate an den Westhängen der Anden von der Meereshöhe bis in über 3.500 m. Es gibt auch Nachweise aus landwirtschaftlich genutzten Flächen, Feuchtgebieten und Uferbuschlandschaften. Möglicherweise gibt es sympatrische Vorkommen mit cinerea. Die Benett-Chinchillaratte ist wahrscheinlich nachtaktiv mit einem Aktivitätsschwerpunkt in den frühen Morgenstunden. Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Blättern und Stängeln weniger Arten aus den Familien der Schmetterlingsblütler und Fuchsschwanzgewächse. Es wärden aber auch Gräser, Kräuter und Samen vertilgt. Tragzeiten wurden von Juni und Juli berichtet. Die Wurfgröße liegt bei 1-6 Jungtieren.

·         Bestand: Nicht gefährdet; Populationsentwicklung unbekannt.

·         Verbreitung: Südamerika (Chile).

·         Literatur: Emmons (2016, 2020, 2023); González-Pinilla, Latorre & Palma (2024); Osgood (1943); Patton & Emmons (2015); Riveros-Riffo, González-Pinilla & Palma (2026); Roach (2016); Waterhouse (1837); Wolffsohn (1916); Woods & Kilpatrick (2005).

 

            Abrocoma ashaninka (Emmons, 1999) (Asháninka-Inkaratte/Asháninka Inca Rat/Rata Inca de lose Asháninka/

Abrocome Ashaninka/Ratto Cincillà Arboricolo degli Asháninka/阿沙宁卡华毛鼠/Ашанинкская шиншилловая крыса):

·         Alternative Bezeichnung: Asháninka-Chinchillaratte.

·         Holotypus/Terra typica: Holotypus/Terra typica: MUSM 12715 (Museum für Naturgeschichte der Nationaluniversität von San Marcos Lima), gesammelt am 15. Juni 1997 von Louise H. Emmons an den nördlichen Kordilleren von Vilcabamba (ca. 3.370 m Höhe), Cusco-Department, Peru.

·         Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Ursprünglich als Cuscomys ashaninka in der neu geschaffenen Gattung Cuscomys beschrieben (Emmons, 1999), was auch von anderen Autoren übernommen wurde (Woods & Kilpatrick, 2005). Allerdings scheint nach genetischen Analysen die Gattung Abrocoma paraphyletisch bezüglich Cuscomys zu sein (González-Pinilla, Latorre & Palma, 2024; Álvarez, Arévalo & Verzi, 2017), weshalb hier vorläufig eine Einordnung in Abrocoma erfolgt. Wahrscheinlich trennte sich ashaninka von den Arten der cinerea-Gruppe vor ca. 4,28 Millionen Jahren. Die Art gilt als monotypisch und ist nach dem im peruanischen Regenwald lebenden indigenen Stamm Asháninka benannt.

·         Identifizierung/Beschreibung: Kopf-Rumpf-Länge ca. 346 mm; Schwanzlänge ca. 263 mm; Hinterfußlänge ca. 65 mm (ohne Krallen 59 mm); Ohrlänge ca. 37 mm; Gewicht ca. 910 g. Zahnformel 20 = I 1/1 C 0/0 P 1/1 M 3/3. Bei der Asháninka-Inkaratte handelt es sich um den größten rezenten Vertreter der Chinchillaratten. Die Oberseite der Tiere ist hellgrau mit auffälligen weißen Zeichnungen. Der Kopf hat einen weißen Streifen, der vom Scheitel über die Nase bis übers Kinn verläuft. Die langen Haare auf der Kopfoberseite bilden zwischen den Ohren einen dunkel umrandeten Kamm. Die Bauseite ist mattgrau und bildet keinen scharfen Kontrast an den Körperseiten. Der Schwanz ist kräftig und für Chinchillaratten auch lang. Der körpernahe Abschnitt ist schwärzlich braun, der körperferne schmutzig weiß. Die Schädellänge der Asháninka-Inkaratten liegt bei > 66 mm und die Schwanzlänge entspricht mehr als 75 % der Kopf-Rumpf-Länge. Der Schädel wirkt von oben flach. Die Hinterhauptöffnung (Foramen magnum) ist viel breiter als hoch und die Zwischenkieferknochen (Prämaxillen) werden nach hinten hin schmal. Die hintere Kauleiste des dritten Molaren ist zu den Lippen gerichtet, der hintere Rand gerade.

·         Biologie/Ökologie: Über die Asháninka-Inkaratte ist bisher wenig bekannt. Sie bewohnt auf jeden Fall feuchte Zwergwälder an steilen Felsenhängen in ca. 3.370 m Höhe. Wahrscheinlich bilden Kräutern den Hauptbestandteil der Nahrung, wobei im Verdauungstrakt auch Früchte und Holzfasern gefunden wurden. Das im Juni gefangene Typusexemplar war trächtig mit einem einzelnen Embryo, was geringe Wurfgrößen vermuten lässt.

·         Bestand: Daten defizitär; Populationsentwicklung unbekannt.

·         Verbreitung: Südamerika (Peru).

·         Literatur: Emmons (1999, 2016, 2020, 2023); González-Pinilla, Latorre & Palma (2024); Patton & Emmons (2015); Vivar (2016).

 

            Abrocoma oblativa Eaton, 1916 (Machu-Picchu-Inkaratte/Machu Picchu Inca Rat/Rata Inca de Machu Picchu/

Abrocome des Incas/Ratto Cincillà di Machu Picchu/马丘比丘华毛鼠/Перуанская шиншилловая крыса):

·         Alternative Bezeichnung: Machu-Picchu-Chinchillaratte.

·         Holotypus/Terra typica: YPM 3320 (Yale-Peabody-Museum New Haven), gesammelt bei Machu Pichu, Cusco-Department, Peru.

·         Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Ursprünglich als Abrocoma oblativa beschrieben, stellte Emmons (1999) die Art aufgrund morphologischer Ähnlichkeiten mit ashaninka in die neue Gattung Cuscomys, was auch von anderen Autoren übernommen wurde (Woods & Kilpatrick, 2005). Allerdings scheint nach genetischen Analysen die Gattung Abrocoma paraphyletisch bezüglich Cuscomys zu sein (González-Pinilla, Latorre & Palma, 2024; Álvarez, Arévalo & Verzi, 2017), weshalb hier vorläufig eine Einordnung in Abrocoma erfolgt. Die Art gilt als monotypisch. Das aus dem Latein stammende Artepitheton oblativa bedeutet „geopfert“ und bezieht sich auf den Fund von Überresten der Tiere als Grabbeigaben in Inka-Gräbern.

·         Identifizierung/Beschreibung: Schädellänge 63,6-63,7 mm. Zahnformel 20 = I 1/1 C 0/0 P 1/1 M 3/3. Die Schädellänge der Machu-Picchu-Inkaratten liegt bei < 64 mm. Der Schädel wirkt von oben gebogen. Die Hinterhauptöffnung (Foramen magnum) ist fast kreisförmig, nur leicht höher als breit und die Zwischenkieferknochen (Prämaxillen) weiten sich nach hinten auf. Die hintere Kauleiste des dritten Molaren ist nach hinten gerichtet, der hintere Rand ist stark knach innen gewölbt (konkav).

·         Biologie/Ökologie: Die Machu-Picchu-Inkaratte lebt in dichten, feuchten Nebelwäldern an Felshängen des Machu-Picchu-Kamms in ca. 2.700 m Höhe. In den Kameraaufnahmen frassen die Tiere Blätter von Kräutern, die sie mit den Vorderpfoten festhielten. Weiter Informationen liegen bisher nicht vor.

·         Bestand: Daten defizitär; Populationsentwicklung unbekannt. Galt zunächst seit etwa 1600 als ausgestorben, konnte aber zwischen 2009 und 2019 mehrfach lebend nachgewiesen werden (Ochoa et al., 2020).

·         Verbreitung: ehemals Südamerika (Peru).

·         Literatur: Álvarez, Arévalo & Verzi (2017); Eaton (1916); Emmons (1999, 2016, 2020, 2023); González-Pinilla, Latorre & Palma (2024); Ochoa et al. (2020); Patton & Emmons (2015); Roach (2016); Woods & Kilpatrick (2005).

 

            Abrocoma budini Thomas, 1920 (Catamarca-Chinchillaratte/Budin’s Chinchilla Rat/Rata Chinchilla de Budin/

Abrocome de Budin/Ratto Cincillà di Budin/布氏华毛/Шиншилловая крыса Будина):

·         Alternative Bezeichnung: Budin-Chinchillaratte.

·         Holotypus/Terra typica: BMNH 1920.3.17.62 (Britisches Museum für Naturgeschichte London), adultes Männchen, gesammelt am 15. November 1919 von Emilio Budin bei Otro Cerro, nord-nordwestlich von Chumbicha, Catamarca-Provinz, Argentinien.

·         Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Als separate Art der Gattung Abrocoma beschrieben, wurde sie von Ellerman (1940) als Unterart von cinerea eingestuft (cinerea-Gruppe). Braun & Mares (2002) erhoben budini wieder in den Artstatus. Die genaue Position innerhalb der Gattung ist noch unklar, wobei eine enge Verwandtschaft zu cinerea anzunehmen ist. Die Art gilt als monotypisch und ist nach dem Schweizer Naturforscher Emilio Budin benannt, der auch das Typusexemplar fand.

·         Identifizierung/Beschreibung: Kopf-Rumpf-Länge 197-203 mm; Schwanzlänge 130-144 mm; Hinterfußlänge 29,5-31 mm; Ohrlänge 24-25 mm. Zahnformel 20 = I 1/1 C 0/0 P 1/1 M 3/3. A. budini ist eine relativ große Art. Das Rückenfell ist graubraun, vor allem zur Rückenmitte hin dunkler als bei anderen Arten der cinerea-Gruppe. Die Unterseite ist gräulich, an der Kehle dunkler als an Brust und Bauch. Der Bereich um die Brustdrüse ist weiß. Der Schwanz ist schwach zweifarbig, oberseits etwas dunkler. Die Füße sind oberseits weiß. Die Zahnreihe im Oberkiefer ist kurz und erreicht < 22 mm der Schädelbasallänge. Die oberen Schneidezähne sind lang und breit. Der Hinterrand des Gaumens ist zugespitzt.

·         Biologie/Ökologie: Die Catamarca-Chinchillaratte ist bisher wenig erforscht. Sie besiedelt felsige Bereiche innerhalb von Graslandschaften über 3.000 m Höhe.

·         Bestand: Daten defizitär; Populationsentwicklung unbekannt.

·         Verbreitung: Südamerika (Argentinien).

·         Literatur: Emmons (2016, 2020, 2023); Patton & Emmons (2015); Roach (2016); Thomas (1920).

 

            Abrocoma cinerea Thomas, 1919 (Graue Chinchillaratte/Ashy Chinchilla Rat/Rata Chinchilla Cinérea/

Abrocome Cendré/Ratto Cincillà Grigio/灰华毛鼠/Серая шиншилловая крыса):

·         Alternative Bezeichnung: Aschgraue Chinchillaratte.

·         Holotypus/Terra typica: BMNH 1919.8.2.29 (Britisches Museum für Naturgeschichte London), Männchen, gesammelt am 22. März 1919 bei Cerro Casabindo (ca. 4.800 m Höhe), Jujuy-Provinz, Argentinien.

·         Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Als separate Art der Gattung Abrocoma beschrieben. Ellerman (1940) ordnete die Taxa budini, famatina, schistacea und vaccarum als Unterarten von cinerea ein (cinerea-Gruppe). Braun & Mares (2002) erhoben diese Taxa wieder in den Artstatus. González-Pinilla, Latorre & Palma (2024) betrachten famatina als Synonym von cinerea. Nach genetischen Analysen trennten sich cinerea und famatina vor ca. 10.000 Jahren. Die Art ist hier als monotypisch eingestuft. Das Artepitheton famatina leitet sich vom Famatina-Gebirge ab, in dem das Typusexemplar gefunden wurde. Das aus dem Latein stammende Artepitheton cinerea bedeutet „aschgrau“ und bezieht sich auf die Fellfarbe der Tiere.

·         Holotypus/Terra typica: BMNH 1919.8.2.29 (Britisches Museum für Naturgeschichte London), Männchen, gesammelt am 22. März 1919 bei Cerro Casabindo (ca. 4.800 m Höhe), Jujuy-Provinz, Argentinien.

·         Identifizierung/Beschreibung: Kopf-Rumpf-Länge 157-196 mm; Schwanzlänge 50-96 mm; Hinterfußlänge 23-30 mm; Ohrlänge 22-30 mm; Gewicht 90-105 g. Zahnformel 20 = I 1/1 C 0/0 P 1/1 M 3/3. Das Fell ist oberseits hellgrau und unterseits weißlich mit grauer Basis. Der schwach zweifarbige (oberseits leicht dunkler) Schwanz ist verhältnismäßig kurz und erreicht etwa 35-42 % der Kopf-Rumpf-Länge. Der Bereich zwischen den Augenhöhlen (Interorbitalregion) ist breit (> 7,5 mm).

·         Biologie/Ökologie: Die Graue Chinchillaratte ist möglicherweise nachtaktiv und kommt in trockenen Lebensräumen der Hochebenen der Anden von 3.700 m bis 5.000 m Höhe vor. Dort bewohnt sie felsiges Gelände mit Gräsern und Sträuchern und gräbt Bauten in Schieferaufschlüsse sowie am Fuß von Sträuchern. Sie besiedelt sogar von Menschen errichtete Steinmauern. Möglicherweise gibt es sympatrische Vorkommen mit bennettii. Die Graue Chinchillaratte ernährt sich von Blättern verschiedener Arten aus den Familien der Korbblütler, Schmetterlingsblütler, Doldenblütler, Fuchsschwanzgewächse und Rosengewächse. In Haltung wurden auch gerne Blüten und Zweigspitzen angenommen. Weibchen bringen nach einer Tragzeit von 115-118 Tagen meist zwei bis drei Jungtiere zur Welt. Trächtige und säugende Weibchen wurden von August bis Dezember registriert.

·         Bestand: Nicht gefährdet; Population stabil.

·         Verbreitung: Südamerika (Argentinien; Bolivien; Chile; Peru).

·         Literatur: Braun & Mares (2002); Ellerman (1940); Emmons (2016, 2020, 2023); Bernal & Vivar (2016); González-Pinilla, Latorre & Palma (2024); Patton & Emmons (2015); Thomas (1919).

 

            Abrocoma famatina Thomas, 1920 (Famatina-Chinchillaratte/Famatina Chinchilla Rat/Rata Chinchilla de Famatina/

Abrocome du Famatina/Ratto Cincillà di Famatina/法马蒂纳华毛/Фаматинская шиншилловая крыса):

·         Holotypus/Terra typica: BMNH 1920.8.4.46 (Britisches Museum für Naturgeschichte London), adultes Männchen, gesammelt am 19. März 1920 bei La Invernada (ca. 3.800 m Höhe), Famatina-Gebirge, Rioja-Provinz, Argentinien.

·         Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Als separate Art der Gattung Abrocoma beschrieben, wurde sie von Ellerman (1940) als Unterart von cinerea eingestuft (cinerea-Gruppe). Braun & Mares (2002) erhoben famatina wieder in den Artstatus. González-Pinilla, Latorre & Palma (2024) betrachten famatina als Synonym von cinerea. Nach genetischen Analysen trennten sich cinerea und famatina vor ca. 10.000 Jahren. Die Art gilt als monotypisch. Das Artepitheton famatina leitet sich vom Famatina-Gebirge ab, in dem das Typusexemplar gefunden wurde.

·         Identifizierung/Beschreibung: Kopf-Rumpf-Länge 164-182 mm; Schwanzlänge 106-117 mm; Hinterfußlänge 28-30 mm; Ohrlänge 23-26 mm. Zahnformel 20 = I 1/1 C 0/0 P 1/1 M 3/3. Das Rückenfell ist aschgrau mit braunen Untertönen. Die Bauchseite ist hellgrau, an der Kehle dunkler. Der Bereich um die Brustdrüse ist weißlich. Der oberseits gräulich und unterseits weißlich gefärbte Schwanz ist verhältnismäßig kurz und erreicht < 53 % der Kopf-Rumpf-Länge. Die Hinterfüße sind relativ kurz und wie die Vorderfüße oberseits weiß. Die oberen Schneidezähne sind klein und schmal.

·         Biologie/Ökologie: Von der Famatina-Chinchillaratte liegen kaum Informationen vor. Sie besiedelt Felsvorsprünge von Graslandschaften in einer Höhe von etwa 3.800 m.

·         Bestand: Daten defizitär; Populationsentwicklung unbekannt.

·         Verbreitung: Südamerika (Argentinien).

·         Literatur: Braun & Mares (2002); Ellerman (1940); Emmons (2016, 2020, 2023); González-Pinilla, Latorre & Palma (2024); Patton & Emmons (2015); Roach (2016); Thomas (1920).

 

            Abrocoma vaccarum Thomas, 1921 (Mendoza-Chinchillaratte/Mendozan Chinchilla Rat/Rata Chinchilla de Mendoza/

Abrocome du Mendoza/Ratto Cincillà di Punta de Vacas/门多萨华毛鼠/Мендосская шиншилловая крыса):

·         Holotypus/Terra typica: BMNH 1921.6.24.20 (Britisches Museum für Naturgeschichte London), adultes Weibchen, gesammelt am 12. März 1921 von Emilio Budin bei Punta de Vacas, Mendoza-Provinz, Argentinien.

·         Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Als separate Art der Gattung Abrocoma beschrieben, wurde sie von Ellerman (1940) als Unterart von cinerea eingestuft (cinerea-Gruppe). Braun & Mares (2002) erhoben vaccarum wieder in den Artstatus. Die genaue Positiosn innerhalb der Gattung Abrocoma ist noch unklar. Eine enge Verwandtschaft zu schistacea und uspallata ist aber anzunehmen. Die Art gilt als monotypisch. Das Artepitheton vaccarum leitet sich vom Fundort des Typusexemplares Punta de Vacas ab.

·         Identifizierung/Beschreibung: Kopf-Rumpf-Länge 165-191 mm; Schwanzlänge ca. 94 mm; Hinterfußlänge ca. 27-28 mm; Ohrlänge 25-27 mm. Zahnformel 20 = I 1/1 C 0/0 P 1/1 M 3/3. Der Rücken ist grau mit bräunlichen Untertönen. Die Haare der Bauchseite sind an der Basis grau und an der Spitze weiß. Im Bereich der Brustdrüse sind die Haare weiß. Der Schwanz ist zweifarbig (oberseits dunkel, unterseits weiß) und erreicht > 58 % der Kopf-Rumpf-Länge. Die weißen Hinterfüße sind verhältnismäßig klein. Die Fossa mesopterygoidea (Grube an der Schädelbasis) ist im Gegensatz zu schistacea eng. Die oberen Schneidezähne (Incisivi) sind nach hinten geneigt (opithodont)..

·         Biologie/Ökologie: Über die Mendoza-Chinchillaratte ist wenig bekannt. Sie bewohnt mit Gräsern und niedrigwachsenden Sträuchern gekennzeichnete Lebensräume der Hochanden in etwa 3.000 m Höhe

·         Bestand: Daten defizitär; Populationsentwicklung unbekannt.

·         Verbreitung: Südamerika (Argentinien)

·         Literatur: Braun & Mares (2002); Ellerman (1940); Emmons (2016, 2020, 2023); Patton & Emmons (2015); Roach (2016); Thomas (1921).

 

            Abrocoma schistacea Thomas, 1921 (Sierra-del-Tontal-Chinchillaratte/Sierra del Tontal Chinchilla Rat/Rata Chinchilla de Tontal/

Abrocome du Tontal/Ratto Cincillà di Sierra del Tontal/圣胡安华毛鼠/Сланцевая шиншилловая крыса):

·         Alternative Bezeichnung: Sanjuanina-Chinchillaratte.

·         Holotypus/Terra typica: BMNH 1921.6.21.11 (Britisches Museum für Naturgeschichte London), adultes Weibchen, gesammelt am 29. Januar 1921 von Emilio Budin bei Los Sombreros, 35 km nordwestlich von Pedernal, Sierra Tontal, San Juan, Argentinien.

·         Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Als separate Art der Gattung Abrocoma beschrieben, wurde sie von Ellerman (1940) als Unterart von cinerea eingestuft (cinerea-Gruppe). Braun & Mares (2002) erhoben schistacea wieder in den Artstatus. Das Taxon uspallata wird teilweise als Synonym oder Unterart von schistacea betrachtet (González-Pinilla, Latorre & Palma, 2024). Nach genetischen Analysen trennten sich uspallata und schistacea vor ca. 39.000 Jahren. Die Art gilt als monotypisch. Das aus dem Latein stammende Artepitheton schistacea bedeutet „schiefergrau“ und bezieht sich auf die Fellfarbe der Tiere.

·         Synonyme: Abrocoma shistacea Woods & Kilpatrick, 2005 (Schreibfehler).

·         Identifizierung/Beschreibung: Kopf-Rumpf-Länge 160-196 mm; Schwanzlänge 96-120 mm; Hinterfußlänge 25-30 mm; Ohrlänge 22-27 mm; Gewicht 164-180 g. Zahnformel 20 = I 1/1 C 0/0 P 1/1 M 3/3. Oberseits graubraun, leicht donkler entlang der Mittellinie, während die Bauchseite einen etwas helleren Grauton besitzt. Der Schwanz setzt oben die Farbe der Mittellinie weiter. Die Schwanzunterseite ist weißlich Auch die Füße sind mit weißlichen Haaren bedeckt. Die Mastoid-Inseln (kleine, abgegrenzt erscheinende knöcherne Bereiche auf der Oberfläche des Schläfenbein-Warzenfortsatzes) sind mittelgroß, d.h. < 23 % der Breite des Warzenfortsatzes (Processus mastoideus). Die Fossa mesopterygoidea (Grube an der Schädelbasis) ist relativ breit. Im Gegensatz zu vaccarum liegt die Schwanzlänge bei > 90 mm und entspricht im Unterschied zu cinerea > 50 % der Kopf-Rumpf-Länge. Die orangefarbenen Schneidezähne sind groß und gerade (orthodont) und die Backenzähne breit. Die Kondylobasallänge ist mit 45,4±2,4 mm durchschnittlich länger als bei uspallata und famatina. Die Länge der oberen Zahnreihe liegt bei > 9,5 mm und ist somit auch länger als bei uspallata und famatina.

·         Biologie/Ökologie: Die Sierra-del-Tontal-Chinchillaratte ist wahrscheinlich tagaktiv mit einem Aktiviätsschwerpunkt in den Morgenstunden. Sie bewohnt trockene Felsgebiete und Chparral-Buschland mit Kreosotsträuchern und Kräutern in den Vorgebirgen der Anden von 2.115 m bis 2.884 m Höhe. Die Ernährung ist vor allem auf Blätter der Gattung Larrea (Kreosotsträucher) spezialisiert. Die Tiere leben meist in kleinen Gruppen von 3-4 Individuen. Nester werden gerne in Spalten mit Ausrichtung nach Osten angelegt.

·         Bestand: Nicht gefährdet; Populationsentwicklung unbekannt.

·         Verbreitung: Südamerika (Argentinien).

·         Literatur: Braun & Mares (2002); Ellerman (1940); Emmons (2016, 2020, 2023); González-Pinilla, Latorre & Palma (2024); Patton & Emmons (2015); Roach (2016); Taraborelli et al. (2015); Thomas (1921); Woods & Kilpatrick (2005).

 

            Abrocoma uspallata Braun & Mares, 2002 (Uspallata-Chinchillaratte/Uspallata Chinchilla Rat/Rata Chinchilla de Uspallata/

Abrocome d’Uspallata/Ratto Cincillà di Uspallata/乌斯帕拉塔华毛鼠/Успаллятская шиншилловая крыса):

·         Holotypus/Terra typica: CMI 6367 (Mammalogische Sammlung des Argentinischen Instituts für Trockengebietsforschung Mendoza), adultes Männchen, gesammelt am 29. März 1995 von J. K. Braun im Uspallata-Tal, süd-sütöstlich des Ortes Uspallata, Quebrada de la Vena, Mendoza-Provinz, Argentinien.

·         Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Als separate Art der Gattung Abrocoma beschrieben (cinerea-Gruppe), betrachten González-Pinilla, Latorre & Palma (2024) uspallata als Synonym von schistacea. Nach genetischen Analysen trennten sich uspallata und schistacea vor ca. 39.000 Jahren. Die Art gilt als monotypisch. Das Artepitheton uspallata leitet sich vom Uspallata-Tal ab, in dem das Typusexemplar gefunden wurde.

·         Identifizierung/Beschreibung: Kopf-Rumpf-Länge ca. 176 mm; Schwanzlänge 112-164 mm; Hinterfußlänge 28-31 mm; Ohrlänge 26-30 mm; Gewicht 141-174 g. Zahnformel 20 = I 1/1 C 0/0 P 1/1 M 3/3. Karyotyp 2n = 66 Chromosomen. A. uspallata ist eine mittelgroße Art. Die Oberseite ist in einem helleren graubraun gefärbt, während die Unterseite verwaschen weißlich wirkt. Der Schwanz ist deutlich zweifarbig (oberseits graubraun, unterseits weiß). Die Hinterfüße sind relativ lang und oberseits dunkel, im Gegensatz zu den weißen Vorderfüßen. Die Zahnreihe des Oberkiefers ist lang und erreicht 24 % der Schädebasislänge. Die oberen Schneidezähne (Incisivi) sind klein und schmal. Der Hinterrand des Gaumens ist abgerundet.

·         Biologie/Ökologie: Die Uspallata-Chinchillaratte bewoht trockene Bergwüsten in den Vorgebirgen der Anden zwischen 1.850 und 2.150 m Höhe. Sie bevorzugen dort felsige Schluchten und Klippen mit Gräsern, Kräutern und Sträuchern. Als Nahrung dienen Blätter von Sumachgewächsen der Gattungen Lycium und Schinus sowie von Jochblattgewächsen der Gattung Larrea. Die Tiere sind wahrscheinlich tagaktiv mit einem Aktivitätsschwerpunkt in den Morgenstunden.

·         Bestand: Daten defizitär; Populationsentwicklung unbekannt.

·         Verbreitung: Südamerika (Argentinien).

·         Literatur: Braun & Mares (2002); Emmons (2016, 2020, 2023); González-Pinilla, Latorre & Palma (2024); Patton & Emmons (2015); Roach (2016).

 

 

 

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Letztes Update 18.03.2026

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