System der
Lebewesen (Stefan Hintsche,
2026)
Letztes Update 01.05.2026
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Phocoenidae |
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Familia
Phocoenidae J. E. Gray, 1825 (
Familie Schweinswale/
Porpoises/
Focénidos/
Phocénidés/
Focenidi/
鼠海豚科/
Фоцениды/
ネズミイルカ科):
· 9 Arten.
· Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Nominotypische Gattung Phocoena Cuvier, 1816; nominotypische Art Phocoena phocoena (Linnaeus, 1758). Ursprünglich als Phocaenina beschrieben und von Burmeister (1885) mit dem Schreibfehler Phocaenidae an die übliche Familienform angepasst, was von Corbet & Hill (1980) in Phocoenidae korrigiert wurde. Der oft in einer eigenen Gattung geführte Weißflanken-Schweinswal wird aufgrund molekularbiologischer Daten hier innerhalb der Gattung Phocoena eingeordnet, so dass sich die rezenten Schweinswale auf die Gattungen Phocoena und Neophocaena verteilen. Die beiden Gattungen trennten sich vor ca. 5,42 Millionen Jahren voneinander (Chehida et al., 2020). Neben den beiden rezenten Gattungen sind bisher noch 13 fossile Gattungen bekannt. Dabei handelt es sich um folgende Genera. Archaeophocaena Murakami, Shimada, Hikida & Hirano, 2012 (Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Eine der ursprünglicheren Gattungen innerhalb der Schweinswale. Der Gattungsname leitet sich daher von den griechischen Wörtern ἀρχαῖος für „ursprünglich“ und φώκαινα für „Schweinswal“ ab) mit der nominotypischen Art Archaeophocaena teshioensis Murakami, Shimada, Hikida & Hirano, 2012 (Holotypus/Terra typica: NMV-56 (Museum für Naturgeschichte Nakagawa), gesammelt im Tal Kyokawa Hidarimata des Flusses Uttsu, nahe Enbetsu, Teshio-Distrikt, Hokkaido, Japan. Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Als separate Art der neuen Gattung Archaeophocaena beschrieben, die vermutlich vor 5,5-6,4 Millionen Jahren existierte. Das Artepitheton leitet sich vom Distrikt Teshio ab, in dem das Typusmaterial gefunden wurde). Australithax Muizon, 1988 (Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Der Gattungsname leitet sich von dem lateinischen Wort australis für „südlich“ und dem griechischen Wort λίθαξ für „steinig“ ab und bezieht sich auf den Erhaltungszustand und den Fundort in Südamerika) mit nominotypische Art Australithax intermedia Muizon, 1988 (Holotypus/Terra typica: MNHN-F-PP165 (Nationalmuseum für Naturgeschichte Paris), gesammelt in der Pisco-Formation, Peru. Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Als Art der neuen Gattung Australithax beschrieben, nimmt die Art eine mittlere Stellung in der Entwicklungsgeschichte der Schweinswale ein, wie es auch durch das Artepitheton intermedia, was „dazwischen liegend“ bedeutet, ausdrückt). Brabocetus Colpaert, Bosselaers & Lambert, 2015 (Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Der Gattungsname Brabocetus leitet sich von dem mythischen Helden Silvius Brabo, der Antwerpen von dem Riesen Antigoon befreite sowie dem lateinischen Wort cetus für „Wal“ ab) mit der nominotypischen Art Brabocetus gigaseorum Colpaert, Bosselaers & Lambert, 2015 (Holotypus/Terra typica: IRSNB M 2171 (Königlich-Belgisches Institut der Naturwissenschaften Brüssel), gesammelt in den Kattendijk-Sandformationen, Beverentunnel, Antwerpen, Belgien). Haborophocoena Ichishima & Kimura, 2005 (Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Der Gattungsname leitet sich von der japanischen Stadt Haboro, bei der das Typusmaterial gefunden wurde und dem griechischen Wort φώκαινα für „Schweinswal“ ab) mit der nominotypischen Art Haborophocoena toyoshimai Ichishima & Kimura, 2005 (Holotypus/Terra typica: HabMNH 110-1 (Museum für Naturgeschichte Haboro), gesammelt von Sadao Toyoshima in der Mochikubetsu-Formation, Haboro-Fluss, Hokkaido, Japan. Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Als Art der neuen Gattung Haborophocoena beschrieben. Das Artepitheton toyoshimai ehrt Sadao Toyoshima, der auch das Typusmaterial fand) sowie Haborophocoena minutus Ichishima & Kimura, 2009 (Holotypus/Terra typica: SMAC 1388 (Aktivitätszentrum Museum Sapporo), gesammelt 1993 von Mamoru Shimizu an der Küste von Sakae, Haboro, Hokkaido, Japan. Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Als Art der Gattung Haborophocoena beschrieben. Das aus dem Latein stammende Artepitheton minutus bedeutet „klein“ und bezieht sich auf die geringe Körpergröße der Art). Lomacetus Muizon, 1986 (Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Der Gattungsname Lomacetus leitet sich vom Fischerhafen Lomas, dem Fundort des Typusmaterials und dem lateinischen Wort cetus für „Wal“ ab) mit der nominotypischen Art Lomacetus ginsburgi Muizon, 1986 (Holotypus/Terra typica: MNHN-F-PPI104 (Nationalmuseum für Naturgeschichte Paris), gesammelt in der Pisco-Formation, Lomos, Peru. Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Als Art der Gattung Lomacetus beschrieben. Das Artepitheton ehrt den französischen Paläontologen Léonard Ginsburg). Miophocaena Murakami, Shimada, Hikida & Hirano, 2012 (Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Der Gattungsname Miophocaena leitet sich von der geologische Epoche Miozän und dem griechischen Wort φώκαινα für „Schweinswal“ ab, was sich auf die Zeit bezieht, in der diese Schweinswal-Gattung lebte) mit der nominotypischen Art Miophocaena nishinoi Murakami, Shimada, Hikida & Hirano, 2012 (Holotypus/Terra typica: NaMV 6 (Museum für Naturgeschichte Nakagawa), gesammelt in der Koetoi-Formation, Hokkaido, Japan. Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Als Art der neuen Gattung Miophocaena beschrieben. Die Art ist mit nishinoi nach Takanobu Nishino benannt, der auch das Typusmaterial fand). Numataphocoena Ichishima & Kimura, 2000 (Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Die Gattung leitet sich von dem japanischen Ort Numata, wo die Typusart gefunden wurde und dem griechischen Wort φώκαινα für „Schweinswal“ ab) mit der nominotypischen Art Numataphocoena yamashita Ichishima & Kimura, 2000 (Holotypus/Terra typica: NFL 7 (Fossilienmuseum Numata), gesammelt in der Horokaoshirarika-Formation des Hornitachibetsu-Flusses, Numata, Hokkaido, Japan. Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Als Art der neuen Gattung Numataphoceona beschrieben. Das Artepitheton yamashita ehrt den Paläontologen Shigeru Yamashita). Piscolithax Muizon, 1983 (Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Der Gattungsname Piscolithax leitet sich von der Pisco-Formation in Peru sowie dem griechischen Wort λίθαξ für „steinig“ ab, was sich auf den Fundort und den Zustand des Fundmaterials bezieht) mit der nominotypischen Art Piscolithax longirostris Muizon, 1983 (Holotypus/Terra typica: MNHN-F-SA5933 (Nationalmuseum für Naturgeschichte Paris), gesammelt in der Pisco-Formation, Sud-Sacaco, Peru. Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Als Art der neuen Gattung Piscolithax beschrieben. Das aus dem Latein stammende Artepitheton longirostris bedeutet „langschnäuzig“ und bezieht sich auf den gegenüber anderen Schweinswalarten längeren Schnauzenbereich) sowie Piscolithax boreios Barnes, 1984 (Holotypus/Terra typica: UCR 15975 (Universität von Kalifornien Riverside), gesammelt am 11. August 1965 von Richard Hall Tedford in der Almejas-Formation, Niederkalifornien, Mexiko. Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Als Art der Gattung Piscolithax beschrieben. Das Artepitheton leitet sich von dem griechischen Wort βόρειος für „nördlich“ ab und bezieht sich auf dem gegenüber der nominotypischen Art deutlich weiter im Norden gelegenen Fundort) und Piscolithax tedfordi Barnes, 1984 (Holotypus/Terra typica: UCR 15972 (Universität von Kalifornien Riverside), gesammelt am 6. August 1965 von Richard Hall Tedford und David P. Whistler in der Almejas-Formation, Niederkalifornien, Mexiko. Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Als Art der Gattung Piscolithax beschrieben. Das Artepitheton tedfordi ehrt Richard Hall Tedford, der die Expedition leitete und beim Fund des Typusmaterials beteiligt war). Piscorhynchus Pilleri & Siber, 1989 (Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Der Gattungsname Piscorhynchus leitet sich von dem lateinischen Wort piscis für „Fisch“ und dem griechischen Wort ῥύγχος für „Schnabel“ ab, was auf eine fischartige Schnauze hinweisen soll) mit der nominotypischen Art Piscorhynchus aenigmaticus Pilleri & Siber, 1989 (Holotypus/Terra typica: MS 2 (Dinosaueriermuseum Aathal), gesammelt bei Sacaco, Peru. Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Als Art der neuen Gattung Piscorhynchus beschrieben. Das aus dem Latein stammende Artepitheton aenigmaticus bedeutet „rätselhaft“ und bezieht sich auf die schwierige Einordnung des Fossils). Pterophocaena Murakami, Shimada, Hikida & Hirano, 2012 (Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Der Gattungsname Pterophocaena leitet sich von den griechischen Wörtern für „Flügel“ und für „Schweinswal“ ab und bezieht sich auf den markanten, flügelartig nach hinten und zur Seite abstehenden Zwischenkieferknochen dieser Schweinswale) mit der nominotypischen Art Pterophocaena nishinoi Murakami, Shimada, Hikida & Hirano, 2012 (Holotypus/Terra typica: NaMV-7 (Museum für Naturgeschichte Nakagawa), gesammelt am Fluss Teshio, Nakagawa, Hokkaido, Japan. Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Das Artepitheton nishinoi ehrt Takanobu Nishino, der auch das Typusmaterial fand). Salumiphocaena Barnes, 1985 (Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Der Gattungsname Salumiphocaena setzt sich aus dem lateinischen Wort salum für „offenes Meer“ und dem griechischen Wort φώκαινα für „kleinen Wal“ zusammen, was sich darauf bezieht, dass Tiere dieser Gattung wahrscheinlich die offene See bevorzugten) mit der nominotypischen Art Salumiphocaena stocktoni (Wilson, 1973) (Holotypus/Terra typica: UCMP V 34576 (Museum für Paläontologie der Universität von Kalifornien Berkeley), gesammelt im Bezirk Los Angeles, Kalifornien, Vereinigte Staaten. Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Ursprünglich als Loxolithax stocktoni beschrieben und von Barnes (1985) in die Gattung Salumiphocaena überführt. Das Artepitheton ehrt McKinley Stockton, der auch das Typusmaterial sammelte). Semirostrum Racicot, Deméré, Beatty & Boessenecker, 2014 (Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Der aus dem Latein stammende Gattungsname Semirotrum bedeutet „Halbschnabel“ und bezieht sich darauf, dass der Oberkiefer deutlich kürzer als der Unterkiefer ist) mit der nominotypischen Art Semirostrum ceruttii Racicot, Deméré, Beatty & Boessenecker, 2014 (Holotypus/Terra typica: SDNHM VP 65276 (Naturhistorisches Museum San Diego), gesammelt von Richard A Cerutti bei Rancho Del Rey, Chula Vista, San-Diego-Bezirk, Kalifornien, Vereinigte Staaten. Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Als Art der neuen Gattung Semirostrum beschrieben. Das Artepitheton ceruttii ehrt den Paläontologen und Präparator Richard A. Cerutti des Museums für Naturgeschichte in San Diego). Septemtriocetus Lambert, 2008 (Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Der aus dem Latein stammende Gattungsname Septemtriocetus bedeutet „Wal des Nordens“ und bezieht sich auf den Fundort Nordsee) mit der nominotypischen Art Septemtriocetus bosselaersi Lambert, 2008 (Holotypus/Terra typica: IRSNB M.1928 (Königlich-Belgisches Institut der Naturwissenschaften Brüssel), gesammelt bei Verrebroek, Flandern, Belgien. Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Als Art der neuen Gattung Septemtriocetus beschrieben. Das Artepitheton bosselaersi ehrt Mark Bosselaers, der das Typusexemplar und andere Fossilien präparierte). Der Familienname Phocoenidae leitet sich von dem griechischen Wort φώκαινα ab, mit dem in der Antike ein „kleiner Wal“ bezeichnet wurde.
· Literatur: Barnes (1984, 1985); Burmeister (1885); Chehida et al. (2020); Colpaert, Bosselaers & Lambert (2015); Corbet & Hill (1980); Cuvier (1816); Gray (1825); Ichishima & Kimura (2000, 2005, 2009); Lambert (2008); Linnaeus (1758); Muizon (1983, 1986, 1988); Murakami et al. (2012a, 2012b); Pilleri & Siber (1989).
Genus Neophocaena Palmer, 1899 (
Gattung Glattschweinswale/
Finless Porpoises/
Marsopas sin Aleta/
Marsouins Aptčres/
Neofocene/
江豚属/
Беспёрые
морские
свиньи/
スナメリ属):
·
3 Arten.
·
Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Generotypus Neophocaena phocaenoides (G. Cuvier, 1829). Der Stammbaum orientiert sich
an den molekularbiologischen Analysen von Chehida et al. (2020). Der Gattungsname Neophocaena leitet sich von den
griechischen Wörtern νέος für
„neu“ und φώκαινα für „kleiner
Wal“ ab, was darauf hinweisen soll, dass es sich um eine neue Gattung von
Schweinswalen handelt.
·
Synonyme: Neomeris
J. E. Gray, 1847 (Taxonomie/Phylogenie/Etymologie:
Generotypus Neomeris phocaenoides
(G. Cuvier, 1829). Der Gattungsname Neomeris war schon durch Neomeris Costa, 1844
besetzt, weshalb später mit Neophocaena
ein neuer Name gewählt wurde. Neomeris gilt
daher als Synonym von Neophocaena (Mead & Brownell,
2005). Der Name leitet sich von der Meeresnymphe Neomeris (νέος für „neu“ und μέρος für „Teil“) aus der griechischen
Mythologie ab, was auf das Meer als Lebensraum hinweist); Meomeris J.
E. Gray, 1847 (Taxonomie/Phylogenie/Etymologie:
Schreibfehler zu Neomeris); Nomeris Coues, 1890
(Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Schreibfehler zu Neomeris); Meomeris Thomas, 1922
(Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Generotypus Meomeris phocaenoides (G. Cuvier, 1829).
Mit Bezug auf den Schreibfehler von Gray (1847) sprach sich Thomas für Meomeris als
älteren Ersatznamen für Neomeris aus,
was sich aber nicht durchgesetzt hat, so dass Meomeris als Synonym von Neophocaena
eingeordnet wird).
·
Literatur: Chehida et al. (2020); Costa (1844); Coues (1890); Cuvier (1829); Gray
(1847a, 1847b); Mead & Brownell
(2005); Palmer
(1899); Thomas (1922).
Genus Phocoena Cuvier, 1816 (
Gattung Hafenschweinswale/
Harbour Porpoises/
Marsopas con Aleta/
Marsouins avec Aileron/
Focene Comuni/
鼠海豚属/
Морские
свиньи/
ネズミイルカ属):
·
6 Arten.
·
Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Generotypus Phocoena phocoena (Linnaeus, 1758). Der Stammbaum
orientiert sich an den Ergebnissen von Chehida et al. (2020). Gemäß
molekularbiologischer Daten trennte sich die Gattung vor ca. 4,06 Millionen
Jahren in zwei Äste. Der erste Ast beschränkt sich mit den Arten dalli, phocoena
und vomerina auf die
gemäßigten und subpolaren Breiten der nördlichen Hemisphäre, während der zweite
Ast die beiden Arten dioptrica und spinipinnis der gemäßigten und subpolaren Breiten der
südlichen Hemisphäre sowie die subtropische Art sinus
aus dem Golf von Kalifornien. Der Gattungsname Phocoena leitet sich von dem griechischen Wort φώκαινα ab, mit dem in der Antike ein „kleiner Wal“
bezeichnet wurde.
·
Synonyme: Phocaena
Cuvier in Desmarest, 1817 (Taxonomie/Phylogenie/Etymologie:
Schreibfehler zu Phocoena); Phocena J. E. Gray, 1821
(Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Schreibfehler zu Phocoena); Acanthodelphis J. E. Gray, 1866 (Taxonomie/Phylogenie/Etymologie:
Generotypus Phocaena (Acanthodelphis) spinipinnis Burmeister, 1865.
Als Untergattung innerhalb von Phocoena
beschrieben und kurz darauf von Gray (1868) in den Rang einer Gattung erhoben,
wurde das Taxon später mit Phocoena
synonymisiert (Mead & Brownell, 2005). Der Taxonname
Acanthodelphis leitet sich von den
griechischen Wörtern ἄκανθα
für „Stachel“ und δελφίς
für „Delfin“ ab, was sich auf die kleinen Höcker (Tuberkel) an der Rückenflosse
von spinipinnis und die damalige Einordnung der
Schweinswale innerhalb der Delfine bezieht); Phocoenoides Andrews, 1911 (Taxonomie/Phylogenie/Etymologie:
Generotypus Phocoenoides truei Andrews, 1911.
Als separate Gattung beschrieben, hier aber aufgrund molekularbiologischer Daten
mit Phocoena synonymisiert. Der Name Phocoenoides leitet sich von der Schweinswal-Gattung
Phocoena und der griechischen Endung ειδής für „ähnlich“
ab, was die Ähnlichkeiten zum Gemeinen Schweinswal betonen soll); Phaoecana Robinson & Kloss, 1918 (Taxonomie/Phylogenie/Etymologie:
Schreibfehler zu Phocoena); Phocaenoides Winge,
1942 (Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Schreibfehler zu Phocoenoides); Australophocaena Barnes, 1985 (Taxonomie/Phylogenie/Etymologie:
Generotypus Australophocaena dioptrica (Lahille, 1912).
Als separate Gattung beschrieben, aber später mit Phocoena synonymisiert (Mead & Brownell, 2005). Der Taxonname
Australophocaena leitet sich von dem
lateinische Wort australis für „südlich“
und dem griechischen Wort φώκαινα
für „kleiner Wal“ ab, was sich auf die Schweinswale der südliche Hemisphäre
bezieht); Australophocoena Mead &
Brownell, 2005
(Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Schreibfehler zu Australophocaena).
·
Literatur: Andrews (1911); Barnes (1985);
Burmeister
(1865); Chehida et al. (2020); Cuvier
(1816); Desmarest (1817); Gray (1821, 1866, 1868);
Lahille (1912); Linnaeus (1758); Mead &
Brownell (2005); Robinson & Kloss (1918); Winge
(1942).
Genus Neophocaena Palmer, 1899 (
Gattung Glattschweinswale/
Finless Porpoises/
Marsopas sin Aleta/
Marsouins Aptčres/
Neofocene/
江豚属/
Беспёрые
морские
свиньи/
スナメリ属):
·
3 Arten.
·
Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Generotypus Neophocaena phocaenoides (G. Cuvier, 1829). Der Stammbaum orientiert sich
an den molekularbiologischen Analysen von Chehida et al. (2020). Der Gattungsname Neophocaena leitet sich von den
griechischen Wörtern νέος für
„neu“ und φώκαινα für „kleiner
Wal“ ab, was darauf hinweisen soll, dass es sich um eine neue Gattung von
Schweinswalen handelt.
·
Synonyme: Neomeris
J. E. Gray, 1847 (Taxonomie/Phylogenie/Etymologie:
Generotypus Neomeris phocaenoides
(G. Cuvier, 1829). Der Gattungsname Neomeris war schon durch Neomeris Costa, 1844
besetzt, weshalb später mit Neophocaena
ein neuer Name gewählt wurde. Neomeris gilt
daher als Synonym von Neophocaena (Mead & Brownell,
2005). Der Name leitet sich von der Meeresnymphe Neomeris (νέος für „neu“ und μέρος für „Teil“) aus der griechischen
Mythologie ab, was auf das Meer als Lebensraum hinweist); Meomeris J.
E. Gray, 1847 (Taxonomie/Phylogenie/Etymologie:
Schreibfehler zu Neomeris); Nomeris Coues, 1890
(Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Schreibfehler zu Neomeris); Meomeris Thomas, 1922
(Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Generotypus Meomeris phocaenoides (G. Cuvier, 1829).
Mit Bezug auf den Schreibfehler von Gray (1847) sprach sich Thomas für Meomeris als
älteren Ersatznamen für Neomeris aus,
was sich aber nicht durchgesetzt hat, so dass Meomeris als Synonym von Neophocaena
eingeordnet wird).
·
Literatur: Chehida et al. (2020); Costa (1844); Coues (1890); Cuvier (1829); Gray
(1847a, 1847b); Mead & Brownell
(2005); Palmer
(1899); Thomas (1922).
Neophocaena phocaenoides (G. Cuvier,
1829) (
Indopazifischer
Glattschweinswal/
Indo-Pacific Finless
Porpoise/
Maropa sin Aleta
Indopacífica/
Marsouin Aptčre de
l’Indo-Pacifique/
Neofocena
dell'Indo-Pacifico/
印太江豚/
Индо-тихоокеанская
беспёрая
морская свинья/
インド太平洋スナメリ):
· Alternative Bezeichnung: Indischer Glattschweinswal
· Holotypus/Terra typica: MNHN-ZM-AC-A3086 (Nationalmuseum für Naturgeschichte Paris), gesammelt 1827 von Jean-Jacques Dussumier am Kap der Guten Hoffnung, Westkap, Südafrika.
· Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Ursprünglich als Delphinus phocaenoides beschrieben. Der Indopazifische Glattschweinswal trennte sich vermutlich vor ca. 500.000 Jahren von den anderen beiden Arten (Chehida et al., 2020). Das Artepitheton phocaenoides leitet sich von dem griechischen Wort φώκαινα für „kleiner Wal“, hier Schweinswal, und der griechischen Endung ειδής für „ähnlich“ ab, was die Ähnlichkeiten zu den anderen Schweinswalarten betonen soll.
· Synonyme: Delphinapterus molagan Owen, 1866 (Holotypus/Terra typica: BMNH? (Britisches Museum für Naturgeschichte London), gesammelt bei Madras, Indien. Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Als separate Art beschrieben, aber später mit Neophocaena phocaenoides synonymisiert. Das Epitheton molagan leitet sich von dem tamilischen Begriff முழுகன் (muzhugan) für „Taucher“ ab, was eine übliche Bezeichnung für kleine Wale in der Region um Madras ist); Neomeris kurrachiensis Murray, 1884 (Holotypus/Terra typica: BMNH? (Britisches Museum für Naturgeschichte London, gesammelt an der Küste zur Arabischen See bei Karatschi (Kurrachee), Provinz Sindh, Pakistan. Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Ursprüngliche als separate Art beschrieben, aber später mit Neophocaena phocaenoides synonymisiert. Das Epitheton leitet sich von der Stadt Karatschie (alte englische Schreibweise Kurrachee) ab, in deren Nähe das Typusexemplar gefunden wurde).
· Identifizierung/Beschreibung: Gesamtlänge 135-171 cm; Gewicht 30-55 kg. Zahnformel 12-22/17-23.
· Bestand: Gefährdet; Population abnehmend.
· Verbreitung: Indischer Ozean (Bahrain; Bangladesch; Indien; Indonesien; Irak; Iran; Kuwait; Malaysia; Myanmar; Pakistan; Saud-Arabien; Singapur; Sri Lanka; Thailand; Vereinigte Arabische Emirate); Westpazifik (Brunei; China; Indonesien; Kambodscha; Malaysia; Taiwan; Vietnam).
· Literatur: Amano & Kasuya (2024); Chehida et al. (2020); Cuvier (1829); Jefferson (2014, 2020, 2023); Murray (1884); Owen (1866); Wang & Reeves (2017).
Neophocaena
asiaeorientalis (Piller
& Gihr, 1972) (
Jangtsekiang-Glattschweinswal/
Yangtze Finless
Porpoise/
Maropa sin Aleta
Asiaticoriental/
Marsouin du Yangzi/
Neofocena
dello Yangtze/
长江江豚/
Беспёрая
морская
свинья реки Янцзы/
ヨウスコウスナメリ):
· Alternative Bezeichnung: Östlicher Glattschweinswal
· Holotypus/Terra typica: MCZ 19998 (Musem für vergleichende Zoologie Cambridge), adultes Männchen, gesammelt im Jangtsekiang bei Kiangyin, Kiangsu, Shanghai, China.
· Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Ursprünglich als Neomeris asiaeorientalis beschrieben. Zeitweise wurde die Form als Unterart von phocaenoides geführt, doch Jefferson & Wang (2011) belegten in ihrer Revision den Artstatus. Die beiden Schwesterarten asiaeorientalis und sunameri trennten sich vermutlich erst innerhalb der letzten 220.000 Jahre voneinander (Chehida et al., 2020), wobei sich asiaeorientalis dann vollständig an das Leben im Süßwasser anpasste. Das aus dem Latein stammende Artepitheton asiaeorientalis bedeutet „ostasiatisch“ und bezieht sich auf das Verbreitungsgebiet der Art.
· Identifizierung/Beschreibung: Gesamtlänge 130-171 cm; Zahnformel 15-21/14-22. Karyotyp 2n = 44 Chromosomen.
· Bestand: Stark gefährdet (zusammen mit sunameri); Vom Aussterben bedroht (nur asiaeorientalis); Population abnehmend.
· Verbreitung: Ostasien (China: Jangtsekiang [Anhui, Hubei, Jiangsu, Shanghai]).
· Literatur: Amano & Kasuya (2024); Chehida et al. (2020); Jefferson (2014, 2020, 2023); Jefferson & Wang (2011); Piller & Gihr (1972); Wang et al. (2013); Wang & Reeves (2017).
Neophocaena
sunameri Piller &
Gihr, 1976
(
Ostasiatischer Glattschweinswal/
East Asian Finless Porpoise/
Maropa sin Aleta de Japón/
Marsouin du Japon/
Neofocena
dell'Asia orientale/
东亚江豚/
Восточноазиатская
морская
свинья/
ガシアジアスナメリ):
· Alternative Bezeichnung: Japanischer Glattschweinswal.
· Holotypus/Terra typica: RMNH 23079 (Naturalis-Biodiversitätszentrum/Reichsmuseum für Naturgeschichte Leiden), gesammelt bei Nagasaki, Kyushu, Japan.
· Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Neophocaena sunameri wurde als neuer für Delphinus melas Schlegel, 1841 beschrieben, da dessen Name bereits durch Delphinus melas Traill, 1809 (heute Globicephala melas) besetzt war. Das Taxon sunameri wurde von Mead & Brownell (2005) als Unterart von phocaenoides eingeordnet und von Jefferson (2014) als Unterart von asiaeorientalis geführt. Neuere genetische und morphometrische Analysen stützen aber den Status als separate Art (Chehida et al., 2020; Zhou et al., 2018). Die beiden Schwesterarten asiaeorientalis und sunameri trennten sich vermutlich innerhalb der letzten 220.000 Jahre voneinander (Chehida et al., 2020). Das Artepitheton sunameri leitet sich von dem japanischen Wort スナメリ (sunameri) ab, was „Sandgleiter“ bedeutet und die japanische Bezeichnung für den Schweinswal ist.
· Synonyme: Delphinus melas Schlegel, 1841 (Holotypus/Terra typica: RMNH 23079 (Naturalis-Biodiversitätszentrum/Reichsmuseum für Naturgeschichte Leiden), gesammelt bei Nagasaki, Kyushu, Japan. Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Der Name Delphinus melas war bereits durch Delphinus melas Traill, 1809 besetzt, weshalb Neophocaena sunameri als neuer Name für die Art eingeführt wurde. Das Epitheton melas leitet sich vom griechischen Wort μέλας für „schwarz“ ab, was sich auf die dunklere Färbung von Jungtieren und toten Exemplaren bezieht).
· Identifizierung/Beschreibung: Gesamtlänge 130-227 cm; Gewicht 40-72 kg. Zahnformel 15-19/16-20.
· Bestand: Nicht bewertet; von IUCN nicht getrennt von asiaeorientalis geführt; Populationsentwicklung unbekannt.
· Verbreitung: Westpazifik (China; Japan; Nordkorea; Südkorea; Taiwan).
· Literatur: Amano & Kasuya (2024); Chehida et al. (2020); Jefferson (2014, 2020, 2023); Mead & Brownell (2005); Piller & Gihr (1976); Schlegel (1841); Traill (1809).
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Phocoena |
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Genus Phocoena Cuvier, 1816 (
Gattung Hafenschweinswale/
Harbour Porpoises/
Marsopas con Aleta/
Marsouins avec Aileron/
Focene Comuni/
鼠海豚属/
Морские
свиньи/
ネズミイルカ属):
· 6 Arten.
· Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Generotypus Phocoena phocoena (Linnaeus, 1758). Der Stammbaum orientiert sich an den Ergebnissen von Chehida et al. (2020). Gemäß molekularbiologischer Daten trennte sich die Gattung vor ca. 4,06 Millionen Jahren in zwei Äste. Der erste Ast beschränkt sich mit den Arten dalli, phocoena und vomerina auf die gemäßigten und subpolaren Breiten der nördlichen Hemisphäre, während der zweite Ast die beiden Arten dioptrica und spinipinnis der gemäßigten und subpolaren Breiten der südlichen Hemisphäre sowie die subtropische Art sinus aus dem Golf von Kalifornien. Der Gattungsname Phocoena leitet sich von dem griechischen Wort φώκαινα ab, mit dem in der Antike ein „kleiner Wal“ bezeichnet wurde.
· Synonyme: Phocaena Cuvier in Desmarest, 1817 (Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Schreibfehler zu Phocoena); Phocena J. E. Gray, 1821 (Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Schreibfehler zu Phocoena); Acanthodelphis J. E. Gray, 1866 (Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Generotypus Phocaena (Acanthodelphis) spinipinnis Burmeister, 1865. Als Untergattung innerhalb von Phocoena beschrieben und kurz darauf von Gray (1868) in den Rang einer Gattung erhoben, wurde das Taxon später mit Phocoena synonymisiert (Mead & Brownell, 2005). Der Taxonname Acanthodelphis leitet sich von den griechischen Wörtern ἄκανθα für „Stachel“ und δελφίς für „Delfin“ ab, was sich auf die kleinen Höcker (Tuberkel) an der Rückenflosse von spinipinnis und die damalige Einordnung der Schweinswale innerhalb der Delfine bezieht); Phocoenoides Andrews, 1911 (Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Generotypus Phocoenoides truei Andrews, 1911. Als separate Gattung beschrieben, hier aber aufgrund molekularbiologischer Daten mit Phocoena synonymisiert. Der Name Phocoenoides leitet sich von der Schweinswal-Gattung Phocoena und der griechischen Endung ειδής für „ähnlich“ ab, was die Ähnlichkeiten zum Gemeinen Schweinswal betonen soll); Phaoecana Robinson & Kloss, 1918 (Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Schreibfehler zu Phocoena); Phocaenoides Winge, 1942 (Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Schreibfehler zu Phocoenoides); Australophocaena Barnes, 1985 (Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Generotypus Australophocaena dioptrica (Lahille, 1912). Als separate Gattung beschrieben, aber später mit Phocoena synonymisiert (Mead & Brownell, 2005). Der Taxonname Australophocaena leitet sich von dem lateinische Wort australis für „südlich“ und dem griechischen Wort φώκαινα für „kleiner Wal“ ab, was sich auf die Schweinswale der südliche Hemisphäre bezieht); Australophocoena Mead & Brownell, 2005 (Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Schreibfehler zu Australophocaena).
· Literatur: Andrews (1911); Barnes (1985); Burmeister (1865); Chehida et al. (2020); Cuvier (1816); Desmarest (1817); Gray (1821, 1866, 1868); Lahille (1912); Linnaeus (1758); Mead & Brownell (2005); Robinson & Kloss (1918); Winge (1942).
Phocoena dalli (True,
1885) (
Weißflanken-Schweinswal/
White-flanked Porpoise/
Marsopa de Dall/
Marsouin de Dall/
Focena di Dall/
白腰鼠海豚/
Белокрылая
морская
свинья/
イシイルカ):
· Holotypus/Terra typica: USNM A21762 (Vereinigte Staaten Nationalmuseum Washington), adultes Männchen, gesammelt am 13. August 1873 von William Healey Dall auf den Aleuten (Beringsee), Alaska, Vereinigte Staaten.
· Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Ursprünglich als Phocaena dalli beschrieben, wird die Art aktuell noch häufig in der eigenen Gattung Phocoenoides Andrews, 1911 geführt. Allerdings steht nach genetischen Untersuchungen dalli in der Gattung Phocoena und ist mit einer Divergenszeit von ca. 3,1 Millionen Jahren das Schwestertaxon zum Artenpaar phocoena und vomerina (Chehida et al., 2020). Dies bedeutet, dass die Gattung Phocoena paraphyletisch wäre, wenn dalli weiterhin in der separaten Gattung Phocoenoides gelistet wird. Deshalb wird dalli hier in der Gattung Phocoena geführt. Die Art enthält zwei Unterarten, die sich möglicherweise bereits vor ca. 480.000 Jahren voneinander trennten. Hier sind noch weitere Untersuchungen notwendig, ob die beiden Formen als separate Arten zu betrachten sind. Das Artepitheton dalli ehrt den US-amerikanischen Naturforscher William Healey Dall, der auch das Typusexemplar sammelte.
· Unterarten:
1. Phocoena dalli dalli (True, 1885) (Dall-Schweinswal/Dall’s Porpoise).
2. Phocoena dalli truei (Andrews, 1911) (True-Schweinswal/True’s Porpoise). Holotypus/Terra typica: AMNH M-31425 (Amerikanisches Museum für Naturgeschichte New York), adultes Männchen, gesammelt am 18. Juni 1910 von Roy Chapman Andrews bei Aikawahama, Provinz Rikuzen, Hondo, Japan. Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Ursprünglich als Phocoenoides truei beschrieben, ordneten Kuroda (1954) und Mead & Brownell (2005) die Form als Unterart von dalli ein. Houck (1976) betrachtete truei sogar nur als Farbvariation. Es sind aber noch weitere Analysen notwendig, ob ein Artstatus nicht doch gerechtfertigt ist. Die Form ist nach dem amerikanischen Zoologen und Walforscher Frederick W. True benannt.
· Identifizierung/Beschreibung: Gesamtlänge 165-240 cm; Gewicht 60-200 kg: Zahnformel 23-28/23-28.
· Bestand: nicht gefährdet; ca. 1.200.000 Tiere.
· Literatur: Andrews (1911); Chehida et al. (2020); Houck (1976); Houck & Jefferson (1999); Jefferson (2014, 2020, 2023, 2024); Kuroda (1954); Mead & Brownell (2005); True (1885).
Phocoena phocoena (Linnaeus,
1758) (
Gemeiner Schweinswal/
Common Harbour Porpoise/
Marsopa Común/
Marsouin Commun/
Focena Comune/
港口鼠海豚/
Обыкновенная
морская
свинья/
ネズミイルカ):
· Holotypus/Terra typica: Kein Typusexemplar hinterlegt, Fundort Atlantik.
· Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Ursprünglich als Delphinus phocoena beschrieben und von Cuvier (1816) später in die Gattung Phocoena überführt. Der Pazifische Schweinswal wird meist als Unterart von phocoena gelistet, doch trennte sich dieser von der atlantischen Art bereits vor ca. 860.000 Jahren (Chehida et al., 2020). Beide besitzen auch keine gemeinsamen Haplotypen in den untersuchten Genomabschnitten der Mitochondrien, weshalb hier der Pazifische Schweinswal als separate Art eingeordnet wird. Beim Gemeinen Schweinswal sind aktuell drei Unterarten identifiziert, deren Differenzierung vor rund 400.000 Jahren begann, wobei sich der Schwarzmeer-Schweinswal als erstes abspaltete. Für die afro-iberische Unterart wurde der wissenschaftliche Name meridionalis vorgeschlagen, doch steht eine offizielle Beschreibung noch aus. Möglicherweise existiert in den westgrönländischen Gewässern noch eine weitere Unterart (Chehida et al., 2021). Das Artepitheton phocoena leitet sich von dem griechischen Wort φώκαινα ab, mit dem in der Antike ein „kleiner Wal“ bezeichnet wurde.
· Unterarten:
1. Phocoena phocoena phocoena (Linnaeus, 1758) (Atlantischer Schweinswal/Atlantic Harbour Porpoise).
2. Phocoena phocoena meridionalis [Fontaine et al., 2014] (Afro-Iberischer Schweinswal/Afro-Iberian Harbour Porpoise).
3. Phocoena phocoena relicta Abel, 1905 (Schwarzmeer-Schweinswal/Black Sea Harbour Porpoise). Syntypen/Terra typica: IBSS? (Kowalewski-Institut für Biologie der südlichen Meere/Akademie der Wissenschaften Sebastopol), gesammelt an der Schwarzmeerküste der Halbinsel Krim, Russland.
·
Identifizierung/Beschreibung:
Gesamtlänge 130-200 cm; Gewicht 45-76 kg. Zahnformel 19-29/19-29.
·
Bestand: Nicht
gefährdet; Populationsentwicklung unbekannt. Unterart
Schwarzmeer-Schweinswal Stark gefährdet;
Populationsentwicklung unbekannt. Subpopulation Ostsee-Schweinswal Vom Aussterben bedroht; Population abnehmend.
·
Verbreitung: Nordatlantik mit Nebenmeeren
(Belgien; Dänemark; Deutschland; Estland; Färöer-Inseln; Finnland; Frankreich;
Gibraltar; Grönland; Irland; Island; Kanada; Lettland; Litauen; Marokko;
Mauretanien; Niederlande; Norwegen; Polen; Portugal; Russland; Schweden;
Senegal; Spanien; Tunesien; Vereinigte Staaten; Vereinigtes Königreich;
Westsahara), Schwarzes Meer (Bulgarien; Georgien; Rumänien; Russland; Türkei;
Ukraine).
· Literatur: Abel (1905); Birkun & Frantzis (2008); Braulik et al. (2023); Carlström et al. (2023); Chehida et al. (2020, 2021); Cuvier (1816); Fontaine et al. (2014); Jefferson (2014, 2020, 2023); Linnaeus (1758); Read et al. (2024).
Phocoena vomerina (Gill,
1865) (
Pazifischer Schweinswal/
Pacific Harbour Porpoise/
Marsopa
del Pacífico/
Marsouin
du Pacifique/
Focena
del Pacifico/
北太平洋鼠海豚/
Тихоокеанская
морская
свинья/
北太平洋ネズミイルカ):
· Syntypen/Terra typica: USNM 4746 (=A4402) /A4149 (Vereinigte Staaten Nationalmuseum Washington), gesammelt von Caleb B. R Kennerly an der pazifischen US-Küste, Puget Sound, Washington, Vereinigte Staaten.
· Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Ursprünglich als Phocaena vomerina beschrieben und von Scheffer (1942) in die Gattung Phocoena überführt. Aktuell wird vomerina meist noch als Unterart von phocoena gelistet (Mead & Brownell, 2005), doch stützen molekularbiologische den Artstatus, da phocoena und vomerina in den untersuchten Abschnitten des mitochondriellen Genoms keine gemeinsamen Haplotypen besitzen und sich beide Formen bereits vor ca. 860.000 Jahren trennten. Nach genetischen Analysen existieren innerhalb von vomerina zudem zwei Unterarten mit einer Divergenzzeit von ca. 210.000 Jahren, wobei für die westpazifische Form noch keine offizielle Beschreibung vorliegt (Chehida et al., 2020).
· Unterarten:
1. Phocoena vomerina vomerina (Gill, 1865) (Ostpazifischer Schweinswal/Eastern Pacific Harbour Porpoise).
2. Phocoena vomerina ssp. (Westpazifischer Schweinswal/Western Pacific Harbour Porpoise).
· Identifizierung/Beschreibung: 150-190 cm; Gewicht 45-90 kg. Zahnformel 22-29/22-29.
· Bestand: Nicht bewertet; von IUCN nicht getrennt von phocoena geführt; Populationsentwicklung unbekannt.
· Verbreitung: Nordpazifik (Kanada; Japan; Nordkorea; Südkorea; Russland; Vereinigte Staaten).
· Literatur: Chehida et al. (2020); Gill (1865); Jefferson (2014, 2020, 2023); Mead & Brownell (2005); Read et al. (2024); Scheffer (1942).
Phocoena sinus Norris
& McFarland, 1958 (
Kalifornischer Schweinswal/
Gulf Porpoise/
Marsopa de California/
Marsouin du Golfe de Californie/
Focena del Golfo di California/
小头鼠海豚/
Калифорнийская
морская
свинья/
コガシラネズミイルカ):
· Alternative Bezeichnung: Vaquita.
· Holotypus/Terra typica: MVZ 120933 (Museum für Wirbeltierzoologie Berkeley), gesammelt am 18. März 1950 von Kenneth S. Norris an der Küste des Golfs von Kalifornien, bei Punta San Felipe, nördliches Niederkalifornien, Mexiko.
· Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Als separate Art der Gattung Phocoena beschrieben und allgemein anerkannt. Nach genetischen Analysen trennte sich sinus von den beiden Arten dioptrica und spinipinnis vor ca. 2,39 Millionen Jahren. Das aus dem Latein stammende Artepitheton sinus bedeutet „Bucht“ und bezieht sich darauf, dass die Art nur im nördlichen Teil des Golfs von Kalifornien vorkommt.
· Identifizierung/Beschreibung: Gesamtlänge 120-150 cm; Gewicht 30-48 kg: Zahnformel 16-22/16-22.
· Bestand: Vom Aussterben bedroht; Population abnehmend; ca. 18 geschlechtsreife Tiere.
· Verbreitung: Ostpazifik (Mexiko: Golf von Kalifornien [Niederkalifornien, Sonora]).
· Literatur: Jefferson (2014, 2020, 2023); Norris & McFarland (1958); Rojas-Bracho, Taylor & Jaramillo-Legorreta (2022); Vidal et al. (2024).
Phocoena dioptrica (Lahille,
1912) (
Brillenschweinswal/
Spectacled Porpoise/
Marsopa de Anteojos/
Marsouin ŕ Lunettes/
Focena dagli Occhiali/
眼镜鼠海豚/
Очковая
морская
свинья/
メガネネズミイルカ):
· Holotypus/Terra typica: MACN 12-14 (Argentinisches Museum der Naturwissenschaften Buenos Aires), Weibchen, gesammelt von José de Gaetano bei Punta Colares, nahe Quilmes, Rio de La Plata, Buenos Aires, Argentinien.
· Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Ursprünglich als Phocaena dioptrica beschrieben und später in Phocoena überführt (Hershkovitz, 1966). Barnes (1985) stellte die Art auch in eine separate Gattung Australophocaena, die aber inzwischen als Synonym von Phocoena gilt (Mead & Brownell, 2005). Die Arten dioptrica und spinipinnis sind Schwestertaxa mit einer Divergenzzeit von ca. 2,14 Millionen Jahren. Der Brillenschweinswal gilt als monotypisch, aber molekularbiologische Analysen deuten auf zwei genetische Linien hin (Chehida et al., 2020), die sich möglicherweise bereits vor ca. 430.000 Jahren voneinander trennten.
· Synonyme: Phocaena stornii Marelli, 1922 (Holotypus/Terra typica: MACN-Ma 16407 (Argentinisches Museum der Naturwissenschaften Bueno Aires), gesammelt 1921 an der Atlantikküste bei Feuerland, Argentinien. Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Als separate Art beschrieben, aber später mit dioptrica synonymisiert (Mead & Brownell, 2005). Das Epitheton stornii ehrt den Direktor der Marineakademie Kapitän Segundo Storni für die Unterstützung bei der Erforschung der Fauna an der argentinischen Atlantikküste. Er gehört zu den Mitbegründern der Akademie der Wissenschaften von Buenos Aires und war 1943 argentinischer Außenminister).
· Identifizierung/Beschreibung: Gesamtlänge 150-224 cm; Gewicht 50-115 kg: Zahnformel 17-23/17-23.
· Bestand: Nicht gefährdet; Populationsentwicklung unbekannt.
· Verbreitung: Südatlantik (Argentinien; Brasilien; Falklandinseln, Südgeorgien und Südliche Sandwichinseln (Britische Überseegebiete); Uruguay), Südlicher Indischer Ozean (Australien; Kerguelen (Französische Süd- und Antarktisgebiete)), Südpazifik (Australien; Chile; Neuseeland).
· Literatur: Barnes (1985); Chehida et al. (2020); Dellabianca, Olson & Brownell (2024); Dellabianca, Pitman & Braulik (2018); Hershkovitz (1966); Jefferson (2014, 2020, 2023); Lahille (1912); Marelli (1922); Mead & Brownell (2005).
Phocoena spinipinnis (Burmeister,
1865) (
Burmeister-Schweinswal/
Burmeister’s Porpoise/
Marsopa de Burmeister/
Marsouin de Burmeister/
Focena di Burmeister/
棘鳍鼠海豚/
ргентинская
морская
свинья/
コシジロネズミイルカ):
· Holotypus/Terra typica: MACN 20810 (Argentinisches Museum der Naturwissenschaften Buenos Aires), Männchen, gesammelt an der Mündung des Rio de la Plata, Buenos Aires, Argentinien.
· Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Ursprünglich als Phocaena spinipinnis beschrieben und von Van Beneden (1868) in Phocoena eingeordnet. Gray (1868) stellte die Art auch zeitweise in eine separate Gattung Acanthodelphis, die aber inzwischen als Synonym von Phocoena gilt (Mead & Brownell, 2005). Die Arten dioptrica und spinipinnis sind Schwestertaxa mit einer Divergenzzeit von ca. 2,14 Millionen Jahren (Chehida et al., 2020). Der Burmeister-Schweinswal gilt als monotypisch und das Artepitheton spinipinnis leitet sich von den lateinischen Wörtern spina für „Stachel“ und pinna für „Flosse“ ab, was sich auf die kleinen Höcker (Tuberkel) an der Vorderkante der Rückenflosse bezieht, die sich wie kleine Stacheln anfühlen.
· Synonyme: Phocaena spinipennis Murray, 1866 (Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Schreibfehler); Phocaena philippii Perez Canto in Philippi, 1893 (Holotypus/Terra typica: Kein Typusexemplar bekannt, Fundort Südpazifikküste, Chile. Taxonomie/Phylogenie/Etymologie: Als separate Art beschrieben, aber später mit spinipinnis synonymisiert (Mead & Brownell, 2005). Das Epitheton philippii ehrt den deutsch-chilenischer Naturforscher Rudolph Amandus Philippi, der vor allem die Fauna und Flora von Argentinien und Chile erforschte und das chilenische Nationalmuseum für Naturgeschichte leitete).
· Identifizierung/Beschreibung: Gesamtlänge 150-200 cm; Gewicht 50-105 kg: Zahnformel 10-23/10-23.
· Bestand: Potenziell gefährdet (Vorwarnliste); Populationsentwicklung unbekannt.
· Verbreitung: Südatlantik (Argentinien; Brasilien; Uruguay); Südpazifik (Chile; Peru).
· Literatur: Burmeister (1865); Chehida et al. (2020); Félix et al. (2018); Gray (1868); Jefferson (2014, 2020, 2023); Mead & Brownell (2005); Murray (1866); Philippi (1893); Reyes & Brownell (2024); Van Beneden (1868).
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Letztes Update 01.05.2026